Lukas Mösch

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Lukas Mösch/Moesch (* [[]] [[]] in [[]]; † [[]] [[]] in [[]]), (Mainz 1651 - 25. 3. 1707 Nikolsburg), Erzieher, Piarist. Erzog in Polen Sobieskis Sohn, in Priwitz die Söhne des Grafen Karl Pälffy. Als dessen Beichtvater kam er von Ofen u. trug mit seinem Plan zur Lageraufstellung we-sentl. zur Rückeroberung der Stadt von den Türken bei. Für seine Verdienste zum Prior befördert, tat er viel zur Hebung der Frömmigkeit u. der Wirtschaft. 1692 führte er die Loslösung von der poln. Ordensprovinz durch ("die Patres wurden der vielen poln. Ränke u. Streitigkeiten überdrüssig u. strebten nach der Verbindung mit den Dt."). Zunächst entstand eine eigene ungarländ. Vizeprovinz unter der Leitung des Generalbevo llmäc htigt en Mosch, doc h nach 3 Jahren fand 1695 die Ver bin dung mit der dt. Provinz statt. In Unga rn bestanden 3 Häuser mit 17 Mgl n.: P ri witz, 13 , Bri es, 2, u. St. Georgen , 2. Mos ch a ls neuer V izepr ovinzial arbeit ete Richtli nie n für die Leh rerbildung aus; se in Leh rp lan be rücks ichtig te neb en Ver sta nd esbildung auch das Gemüt u. den Schönheitssinn. 1673 führte die Priwitzer Schuljugend Möschs das lat. Schauspiel "Leonium" auf. Unter seiner Leitung war die Schülerzahl die höchste (400, bald sank sie auf 154). Auseinandersetzungen wegen der Loslösung veranlaßten ihn 1697 abzudanken u. 1700 Priwitz endgültig zu verlassen u. nach Nikolsburg zu ziehen. Dem Lebensbericht von Miskolczi ist zu entnehmen, / daß M. im Gegensatz zu seinen ebenfalls nicht aus Ungarn stammenden Nachfol-' gern stets Dt. geblieben ist. Von seinen durchwegs lat. Ww hatte die "Arithmetica practica" die größte Wirkung. Hs. hinterließ er Untersuchungen zur Mathematik u. zur Kriegswissenschaft. (U) Miem, Mel, RUZ 2, 158. * Rudolf, R. & Ulreich, E. (1988) Karpatendeutsches biographisches Lexikon, Arbeitsgemeinschaft der Karpatendeutschen aus der Slowakei, Stuttgart, ISBN 3-927096-00-8, Preis: 10,00 €