Elsa Grailich

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Elsa Grailich (* [[]] [[]] in [[]]; † [[]] [[]] in [[]]), (Albrechtsfeld/Bgld. 30. 7. 1880 - 4. 5. 1969 Preßburg), Schriftstellerin, Lyrikerin. Ihr Vater Alexander, Gutsverwalter bei Erzhzg. Friedrich, u. ihre Mutter Luise, geb. Fuchs, entstammten Preßburger Professorenfamilien. Daheim im Geist der dt. Klassik u. Romantik erzogen, besuchte sie 1893/96 di^ madj. Höheretöchterschule in Preßburg. Heimgekehrt mußte sie den Haushalt übernehmen, da ihre Mutter wegen einer Geisteskrankheit in einer Heilanstalt untergebracht werden mußte. 1905 übersiedelte sie nach Preßburg, wo sie sich bald mit den kulturellen u. sozialen Problemen der dt. Arbeiterschaft befaßte. 1906/21 arbeitete sie innerhalb der So z.-de m. Pa rte i in der F rauensektion des Arbeiterbildungs ver . "Vorwärts", wo sie aktuelle Vorträge hie lt u. darüber hinau s A rtikel für d en "West-u ng. G renzboten" u. die "We stun g. V olks stimme" sc hrieb . Danach zog si e sich von der polit. Tä tig keit zurück u. wan dt e si ch de r T agess chrift stelle rei zu . I hr e Artikel erschienen im "Grenzboten", in der "Preßburger Ztg." u. in der "Preßburger Presse". 1926/39 Redaktionsmgl. des "Grenzboten". St: Anglistik u. Germanistik an der Komensky-Univ. Preßburg; erlangte mit 72 Jahren in beiden Fächern das Diplom. Ihr Lebensabend war von Sorgen u. Krankheiten überschattet. - E. Gr. war eine schlagfertige u. scharfsinnige Journalistin. In ihren Artikeln berührte sie die Themenkreise: Frauenemanzipation, Kindererziehung, Schule, soziale Fürsorge, Politik, Wirtschaft, Kunst u. Politik. Während des I. Weltkrieges setzte sie sich für den Frieden ein. Eine zweite Gruppe bilden Reisebeschreibungen (1926/36 etwa 36 Berichte). Weniger umfangreich, aber kulturgesch. wichtig ist ihre literar. Schaffen. Sie schrieb nur Kurzerzählungen u. seit frühester Jugend lyr. Gedichte. Ww: "Preßburger Interieurs", 1929; "Das Märchen vom ewigen Frieden", 1930. Das lyr. Werk blieb bis auf wenige, in der Tagespresse veröffentlichte Gedichte ungedruckt. Ihr literar. Nachlaß, der vom slk. Germanisten E. Terray betreut wird, umfaßt Prosatexte: Bilder aus dem Alltag, Erzählungen von Altpreßburg, Seelenmärchen u. Märchen für Kinder. Ihre 416 Gedichte faßte sie noch selbst in drei Sammlungen zusammen. Deren wichtigste ist die 3.: "Die große Zeit", entstanden nach dem II. Weltkrieg; in ihr kommt ihre antifaschist. u. Antikriegsüberzeugung klar zum Ausdruck (R) Mtlg. Univ.-Prof. E. Terray, Preßburg. * Rudolf, R. & Ulreich, E. (1988) Karpatendeutsches biographisches Lexikon, Arbeitsgemeinschaft der Karpatendeutschen aus der Slowakei, Stuttgart, ISBN 3-927096-00-8, Preis: 10,00 €