Eduard Zsedenyi

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(Ursprüngl. Pfannschmiedt) Eduard Zsedenyi (* [[]] [[]] in [[]]; † [[]] [[]] in [[]]), (Leutschau 26. 3.1805 - 20. 2. 1879 Bp.), Politiker. St: Rechtsak. Preßburg. 1833 Abgeordneter der Zipser Gesp. am Landtag, danach Referendar in der Ung. Hofkanzlei in Wien, 1845 Hofrat. 1839 Führer der Regierungspartei. 1848 begleitete er König Ferdinand V. (als österr. Kaiser Ferdinand I.) nach Innsbruck, fühlte sich aber von der Umgebung des Kaisers angewidert, so daß er sich zunächst von der Politik zurückzog. Mit Kossuth stand er in stand. Verbindung, ohne sich allerdings der zum Aufruhr ausgearteten Bewegung anzuschließen. Nach Zusammenbruch der Revolution versuchte er mit a. Altkonservativen durch Jurist. Denkschriften die Rückkeh r zu verfa ssu ngsmäßigem Regieren durchzusetzen. Das blie b e rfolglos. Erst 1858 kehrte er ins öffen tl. Leben zurück, um s ich durch Einsp rü che u. P rotes tkundgebungen gegen d ie A ufhe bung der alten kirc hl. Autonomie d urch das "P rot estant. Pa ten t" von 1859 mit gr öß tem Na chd ruc k ein zusetz en. Hi erf ür wur de er zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt, aber bald begnadigt, u. übernahm im Range eines Hofrates ein Amt in der Ung. Hofkanzlei. Erst 1867 kehrte er als Mgl. der Deäkpartei, die sich bald mit den Liberalen vereinigte, als Abgeordneter des Georgenberger Wahlkreises ins Parlament zurück u. wurde Mgl. des Finanzausschusses. Durch geradezu sprichwörtl. Sparsamkeit erwarb er sich ein ansehnl. Vermögen, das er schul, u. kirchl. Zwecken widmete. Ww: "Die Verantwortlichkeit des Ministeriums u. Ungarns Zustände", Wien 1851; "Verteidigungsrede", Ofen 1860. (Z/U) WBL, Miem, Mel, WEZ 299, RUZ 3, 199. * Rudolf, R. & Ulreich, E. (1988) Karpatendeutsches biographisches Lexikon, Arbeitsgemeinschaft der Karpatendeutschen aus der Slowakei, Stuttgart, ISBN 3-927096-00-8, Preis: 10,00 €